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Marie-Elisabeth Lüders (1878 - 1968)
71. Ehrenbürgerin von Berlin - Verleihung 1958
Die Frauenrechtlerin und Demokratin Marie Elisabeth Lüders war die erste Frau, die an einer Universität in Deutschland den Doktortitel er-warb. In ihrer politischen Laufbahn widmete sie sich der Sozial-, Gesundheits- und Frauenpolitik. Nach Unabhängigkeit und Gleich-stellung der Frauen strebend, studierte Lüders Staatswissenschaften in Berlin. Bei Ausbruch des 1.Weltkriegs war sie Leiterin der Abteilung Kriegsfürsorge und stieg bald zur Leiterin des Frauenreferats im Kriegsministerium auf. Ab 1919 vertrat Lüders die Deutsche Demo-kratische Partei in der Weimarer Nationalversammlung und im Reichstag. Sie engagierte sich auf vielfältige Weise für sozial- und frauenpolitische Fragen, bis sie 1933 aller ihrer Ämter enthoben wurde. Nach Ende des 2.Weltkriegs kehrte Lüders als Abgeordnete der Liberalen Partei in die Politik zurück. 1949-51 war sie Berliner Stadträtin für Sozialwesen und 1953-61 Parlamentarierin und Alterspräsidentin des Deutschen Bundestages. Zu ihrem 80. Geburtstag verlieh ihr die Stadt Berlin die Ehrenbürgerwürde.
Lebenslauf
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