Die Fachoberschule stellt sich vor

„Bildung ist wichtig, vor allem wenn es gilt, Vorurteile abzubauen. Wenn man schon ein Gefangener seines eigenen Geistes ist, kann man wenigstens dafür sorgen, daß die Zelle anständig möbliert ist.“

— Sir Peter Ustinov (1921-2004), engl. Schriftsteller und Schauspieler

Die Fachoberschule, kurz FOS, ist der Bildungsgang, der es Ihnen ermöglicht, den zweithöchsten Abschluss in unserem Land zu machen. Fälschlicherweise oft als „Fachabi“ bezeichnet, machen Sie mit der Allgemeinen Fachhochschulreife einen Abschluss, der Ihnen viel mehr bietet.
Nicht nur ist er eine gute Basis, um die Ausbildung zur Erzieherin/zum Erzieher zu beginnen, nein, nach dem erfolgreichen Absolvieren der Prüfungen haben Sie die Berechtigung, alles an allen Fachhochschulen zu studieren, was dort angeboten wird.
An der Marie-Elisabeth-Lüders-Oberschule erreichen Sie zwar diese Reife im Schwerpunkt Soziales, können danach aber auch gerne Wirtschaftsinformatik oder ähnliches studieren. Aus diesem Grund ist bei uns auch die Vorbereitung auf ein Studium eine deutliche Priorität, aber dazu mehr in den einzelnen Fachbereichen.

Information über die zweijährige Fachoberschule für Gesundheit und Soziales, Schwerpunkt Sozialpädagogik

Wir freuen uns über Ihr Interesse an diesem Bildungsgang. Diese “Information über die zweijährige Fachoberschule im Land Berlin” soll Sie über den Verlauf des Bildungsganges informieren. Wenn Sie weitere Fragen haben, setzen Sie sich bitte mit uns in Verbindung. Wir werden Ihnen gerne Ihre Fragen beantworten.

1. Aufgabe der Fachoberschule im Land Berlin

Die Fachoberschule vermittelt den für das Studium an einer Fachhochschule erforderlichen Schulabschluss. Die Befähigung zum Studium (=Fachhochschulreife) erwirbt, wer die Abschlussprüfung der Fachoberschule bestanden hat. Umgangssprachlich wird die Abschlussprüfung der Fachoberschule häufig als „Fachabitur“ bezeichnet. Mit der bestandenen Abschlussprüfung der Fachoberschule wird die Zugangsberechtigung zu jeder Fachhochschule der Bundesrepublik Deutschland erworben und an ausgewählten Universitäten, und zwar unabhängig von der Fachrichtung der Fachhochschule bzw. Hochschule. Wer also z. B. die Abschlussprüfung in einer Fachoberschule im Fachbereich Sozialwesen besteht, kann danach auch ein Studium an einer Fachhochschule im Bereich Wirtschaft und Verwaltung aufnehmen (Allgemeine Fachhochschulreife).

Mit dem Bestehen der Abschlussprüfung an einer Fachoberschule erwirbt man jedoch nicht die Allgemeine Hochschulreife (=Abitur). Das Abitur kann grundsätzlich nur an einer gymnasialen Oberstufe o. ä. erworben werden.

2. Unterricht in der zweijährigen Fachoberschule für Gesundheit und Soziales, Schwerpunkt Sozialpädagogik

Der Unterricht wird an unserer Schule in der Regel montags bis freitags zwischen 8.00 Uhr und 17.00 Uhr durchgeführt. Mit dem Besuch der Fachoberschule ist daher eine weitere berufliche Tätigkeit nicht vereinbar.

Der Unterricht an einer zweijährigen Fachoberschule Schwerpunkt Sozialpädagogik wird in folgenden Fächern erteilt:

Im Rahmen des Unterrichts in der Fachoberschule werden im 1. Schuljahr berufsbezogene Praktika im Gesamtumfang von 20 Schulwochen durchgeführt. In diesen Praktika haben die Schülerinnen und Schüler Gelegenheit, durch anwendungsbezogenes Lernen, Erfahrungen in sozialpädagogischen Tätigkeitsfeldern zu erwerben. Die Praxiszeiten werden in unserer Fachoberschule über die Gesamtdauer des 1. Schuljahres der Fachoberschule gleichmäßig verteilt (pro Halbjahr 10 Wochen Unterricht und 10 Wochen Blockpraktikum).

Das erste Halbjahr der Fachoberschule ist die Probezeit. Wer die Probezeit nicht erfolgreich absolviert, muss die Fachoberschule endgültig verlassen und kann auch nicht in eine andere Fachoberschule in einem anderen Fachbereich überwechseln.

Der Besuch der Fachoberschule wird am Ende des zweiten Schuljahres mit einer Prüfung abgeschlossen. Schriftliche Prüfungsfächer sind Deutsch, Mathematik, Englisch und alternativ Pädagogik, Psychologie oder Soziologie. Fächer der mündlichen Prüfung sind alle Unterrichtsfächer des letzten Schulhalbjahres mit Ausnahme von Sport und Wahlpflichtunterricht.

3. Aufnahmevoraussetzungen der Fachoberschule für Gesundheit und Soziales,Schwerpunkt Sozialpädagogik

Die Aufnahme in die Fachoberschule erfolgt jeweils zum Beginn eines Schuljahres (August/September eines jeden Jahres). Sofern Sie derzeit noch eine Schule besuchen, sollten Sie sich umgehend nach Erhalt des „Januar“-Zeugnisses um die Aufnahme in unsere Fachoberschule bewerben.

4. Bewerbungsverfahren / Bewerbungsunterlagen
a) erforderliche Bewerbungsunterlagen:

Am ersten Schultag (Bitte nicht vorher!) ist ein Gesundheitszeugnis (nicht älter als vier Wochen zum ersten Schultag) vorzulegen, aus dem hervorgeht, dass Sie frei von ansteckenden Krankheiten sind und körperlich und psychisch den Praktikumsanforderungen im Bereich der Sozialpädagogik gewachsen sind, sowie ein erweitertes polizeiliches Führungszeugnis (Bitte nicht vorher und nicht älter als vier Wochen zum ersten Schultag). Hierfür ist zunächst der Nachweis der Beantragung (Kassenbon) ausreichend. Die Kosten für die ärztliche Bescheinigung werden nicht von der Fachoberschule übernommen.

Bitte reichen Sie uns Ihre Bewerbungsunterlagen ohne Klarsichthüllen, Hefter o. ä. ein. Sie ersparen sich unnötige Kosten. Wir können Ihnen die Unterlagen aus Portokostengründen leider nicht zurücksenden.
b) Bewerbungsverfahren

Die abgebende Schule trägt die Schülerinnen und Schüler in das EALS ein. Die Schülerinnen und Schüler erhalten von ihrer jetzigen Schule einen Anmelde- und Leitbogen für das elektronische Anmelde- und Leitsystem (EALS). Sie sollten sich unverzüglich bewerben. Die Erfahrungen haben gezeigt, dass die Nachfrage nach Schulplätzen an den Berliner Fachoberschulen für Gesundheit und Soziales, Schwerpunkt Sozialpädagogik die Kapazitäten übersteigt.

5. Kosten der Ausbildung

Der Besuch einer staatlichen Fachoberschule für Gesundheit und Soziales, Schwerpunkt Sozialpädagogik im Land Berlin ist kostenlos. An den Lernmittelkosten (Bücher usw.) müssen sich die Schülerinnen und Schüler bzw. deren Sorgeberechtigten mit bis zu 100 €/Schuljahr beteiligen, es sei denn, es werden Leistungen nach dem BAföG oder dem SGB o. ä. bezogen. Nähere Auskünfte dazu erteilen unsere Schulsekretärinnen.

6. Ausbildungsförderung

Die Fachoberschule für Gesundheit und Soziales, Schwerpunkt Sozialpädagogik ist im Sinne des Bundesausbildungsförderungsgesetzes (BAföG) eine förderungsfähige Einrichtung (Förderungsstufe: Fachoberschule ohne berufsqualifizierenden Abschluss). Auskünfte, ob Sie die persönlichen Voraussetzungen für eine BAföG-Förderung erfüllen, können Sie ausschließlich nur bei dem für Ihren Wohnsitz zuständigen Amt für Ausbildungsförderung erhalten. Für eine Förderung erforderliche Bescheinigungen stellen wir Ihnen selbstverständlich am ersten Schultag (=Schulbeginn!) aus. Für die Bearbeitung Ihres BAföG-Antrages legen Sie bitte dem BAföG-Amt die Ihnen im Falle Ihrer Aufnahme zugesandte Aufnahmebestätigung vor.

© 2017 MARIE-ELISABETH-LÜDERS-OBERSCHULE

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