Our blog

Regen, Gewitter!!!

hitzefreiIn der Schule hat sich kaum einer von uns Gedanken darüber gemacht, was das für ein komischer Ausdruck ist. Hauptsache die Lehrerin kam ins Klassenzimmer und verkündete: “Der Direktor hat beschlossen, dass heute ab der vierten Stunde frei ist.”
Hinterfragt wurde da wenig. Vielmehr haben wir geschrien vor Glück. Denn Hitzefrei hieß Badesee, hieß Wassereis und Sonnencreme. Und das zu Zeiten, in denen wir sonst im Klassenzimmer sitzen mussten. Es kam uns fast ein wenig verrucht vor, unter der Woche bereits zur Mittagszeit an den See zu fahren. Das ist es wohl auch, was Hitzefrei besonders macht: Hitzefrei hat immer etwas von Schwänzen – nur eben frei von schlechtem Gewissen und der Gefahr, aufzufliegen.
In Schulen hat auch heute noch in den meisten Bundesländern der Schulleiter – mehr oder weniger frei – zu entscheiden, ob Unterricht wegen hoher Temperaturen ausfällt. Deutlich komplizierter ist Hitzefrei am Arbeitsplatz. Festgeschrieben ist ein “Recht auf Hitzefrei” im deutschen Arbeitsschutzrecht nicht. Doch grenzenlos schwitzen müssen Arbeitnehmer trotzdem nicht. Faktisch gibt es auch im Job Hitzefrei.

Der Chef muss eine Fürsorgepflicht wahrnehmen

Paragraf 618 des Bürgerlichen Gesetzbuches verpflichtet den Arbeitgeber dazu, den Arbeitsplatz so einzurichten, dass für das Leben und die Gesundheit der Arbeitnehmer keine Gefahr besteht. Das Gesetz formuliert es: “Der Dienstberechtigte hat Räume … so einzurichten und zu unterhalten …, dass der Verpflichtete gegen Gefahr für Leben und Gesundheit soweit geschützt ist, als die Natur der Dienstleistung es gestattet.” Eine Fürsorgepflicht, die nicht zu unterschätzen ist.

© 2018 MARIE-ELISABETH-LÜDERS-OBERSCHULE

Back to top